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2. Schulung von Fachkräften der Estacion Esperanza in Ventanilla/Lima

Das Hilfswerk Estacion Esperanza sollte in ihrem Kampf gegen Häusliche Gewalt und der Implementierung von Täterarbeit in den Slums von Lima unterstützt werden. Das Projekt läuft unter dem gemeinsamen Dach des mannebüro züri und Estacion Esperanza. Die Durchführung im Jahre 2022 erfolgte durch Daniela Hirt. Es sollte vor allem das know-how in der Arbeit mit Tätern und Täterinnen an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren (Team-Mitglieder der Estacion Esperanza und/oder andere Fachkräfte) weitergeben werden, damit diese möglichst professionell mit gewaltausübenden Menschen vor Ort arbeiten können. Flankierend sollen auch andere Möglichkeiten im Kampf gegen Häusliche Gewalt aufgegleist werden unter Evaluierung und Berücksichtigung der Gegebenheiten vor Ort. Beginn des Projektes am 13.04.22 in der Estacion Esperanza, Lima.

Im Vorfeld gab es Ende März ein Kennenlernen und Strategiebesprechungen.

Referentin in allen Modulen, Tagesveranstaltungen und Fachaustauschen zur Täterarbeit Häuslicher Gewalt war Daniela Hirt. Die Übersetzung erfolgte in allen Zusammenhängen von Miriam Bernales-Kühni.







Sammeln von Gewalthandlungen und das clustern von unterschiedlichen Gewalthandlungen in die fünf Formen der häuslichen Gewalt.





Arbeitsergebnisse aus einer sehr produktiven und selbstreflexiven Diskussionen mit vielen Fallbeispielen aus der praktischen Arbeit


Zum Rollenverständnis und zur Haltung der Gesellschaft zu häuslicher Gewalt wurden folgende Stimmen eingesammelt:

  • „man mischt sich nicht ein, denn wenn man es tut macht man die Situation noch schlimmer und der betroffenen Mann und die Frau wenden sich gemeinsam gegen einen“

  • „die Männer denken: ich mache es (Gewaltausübung), weil sie es verdient“

  • „es ist normal, der Mann denkt, er steht höher als die Frau“

  • „die Frau hält still, weil der Mann sonst noch gefährlicher wird“

  • „es gibt Gesetze gegen häusliche Gewalt, aber keine Strafverfolgung. Die Polizei nimmt die Opfer nicht ernst“

  • „der Staat unterstützt weder Täter noch Opfer“

  • „die Gesellschaft erachtet es als normal, dass der Mann die Frau schlägt“

  • „die Gesellschaft denkt, dass die Frau selber schuld sei, wenn sie Opfer von häuslicher Gewalt wird“

Zum Abschluss der ersten Schulung wurden Fragestellungen/Bedarfe für die weiteren Schulungen erarbeitet:

  • Inhalte und Methoden der Täterarbeit kennenlernen

  • Praktische Übungen für die Arbeit mit Tätern

  • Wie können wir uns mit unserer Arbeit bekannt machen?

  • Wie funktioniert Netzwerkarbeit HG?

  • Wie können wir präventiv arbeiten?

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