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In den Slums von Lima Fachkräfteschulung häusliche Gewalt Juli 2023

Seit einer Woche bin ich bereits in Peru in der Gemeinde Ventanilla. Wenn ich mich nicht gerade mit meinem Kollegen Stephan Martin aus dem mannebüro züri intensiv auf die Fortbildung häusliche Gewalt für Fachkräfte vorbereiten, dann fahre ich mit dem Team der Estacion Esperanza in die Slums.

Das Team der Estacion Esperanza fährt an unterschiedlichen Tage in unterschiedliche Slums mit Kanister voll mit Wasser und ein bisschen etwas zu essen und vor allem mit ganz viel Spiele und Kreativität im Gepäck. Die Kinder werden von zu Hause abgeholt und es wird versucht zwei Stunden mit ihnen und auch mit ein paar wenigen Elternteilen im unkomplizierten Kontakt zu sein..

Im spielerischem Kontakt entsteht eine vorsichtige Beziehung und manchmal auch Vertrauen sich mitzuteilen oder/und um Hilfe zu bitten, weil die Situation z.B. zu Hause sehr schwierig ist. Und die Situation ist für die meisten Kinder in den Slums sehr schwierig. Sie leben auf engstem Raum zusammen und erleben täglich häusliche Gewalt und sexualisierte Gewalt. Sie bekommen nicht ausreichend Essen, Trinken und Fürsorge. Einige gehen nicht zur Schule oder verlassen nach ein paar Jahren die Schule wieder, weil die Eltern die Materialien nicht zahlen können oder/und sie sich nicht um ihre Kinder kümmern (können).


Unsere Fortbildung für Fachkräfte zu häuslicher Gewalt und zur Täterarbeit wird am 11.07.23 endlich starten. Es gibt bereits über 40 Anmeldungen in Präsens und auch virtuell aus allen Teilen Perus. Die Teilnehmenden kommen aus unterschiedlichen Institutionen. In den letzten Tagen war ich noch gemeinsam mit der Geschäftsführerin der Estacion Esperanze unterwegs, um mit Politikerinnen, Politikern und Einrichtungsleitungen zu sprechen. Wir stellten unsere Fortbildung vor und stießen auf offene Ohren und großes Interesse. Ich bin sehr gespannt auf die nächsten 14 Tage und werde an dieser Stelle (wann immer ich Zeit finde) davon berichten.

Der Bürgermeister der Gemeinde "mi peru" hat kürzlich ein neues Programm zum Schutz von Frauen und Kindern angestoßen und stellt sechs Mitarbeitende frei, um zu unserer Fortbildung HG und Täterarbeit zu kommen. Das kommt hier in Peru wohl einem Wunder gleich, da Mitarbeitende normalerweise Fortbildungen in ihrer knappen Freizeit machen müssen. Mich motiviert das sehr für meine Arbeit, wenn ich erlebe, dass etwas auf politische Ebene getan wird und Gewaltpräventionsprojekte initiiert und umgesetzt werden. Ich wurde eingeladen, um an einem Vernetzungstreffen im interinstitutionellem Kooperationsbündnis zum Opferschutz in der Gemeinde teilzunehmen in der kommenden Woche.


Leider muss ich den Verlust meines erst 14 Tage jungen Handys beklagen ohne dem ich hier ziemlich aufgeschmissen bin. Ich habe große Hoffnung, dass niemand auf meine Daten zugreifen kann, da die face ID bei Apple wohl sehr sicher sein soll. Das war eine große Aufregung und Herausforderung für mich, doch langsam gewöhne ich mich daran nur über meinen Laptop "connected" zu sein.


„No somos Invisibles“ – wir sind nicht unsichtbar!











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