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(UN)SICHTBAR – Online-Fachkonferenz zu Kindern von Inhaftierten. Kinder von Inhaftierten in den Mittelpunkt stellen...Warum ich mich auf die Fachtagung freue!

  • 25. Juni
  • 2 Min. Lesezeit
Foto: ASH
Foto: ASH

Manche Themen berühren mich nicht nur fachlich, sondern auch menschlich. Die Lebenssituation von Kindern inhaftierter Eltern gehört für mich dazu. Umso mehr freue ich mich über die Einladung zur Fachtagung „Kinder von Inhaftierten“ am 20. November 2026.

Wenn über Straftaten, Verurteilungen und Inhaftierung gesprochen wird, richtet sich die Aufmerksamkeit meist auf die straffällig gewordene Person. Weniger sichtbar bleiben häufig diejenigen, die die Folgen einer Inhaftierung mittragen, ohne selbst eine Straftat begangen zu haben: Partner, Angehörige und insbesondere Kinder. Dabei bedeutet die Inhaftierung eines Elternteils für viele Kinder einen tiefgreifenden Einschnitt. Vertraute Alltagsstrukturen verändern sich, Beziehungen werden belastet und oftmals kommen Scham, Unsicherheit oder soziale Ausgrenzung hinzu. Schätzungsweise rund 100.000 Kinder sind allein in Deutschland von der Inhaftierung eines Elternteils betroffen. Dennoch finden ihre Perspektiven in Forschung, Praxis und öffentlicher Diskussion noch immer zu wenig Beachtung. Genau hier setzt die Tagung an. Sie schafft einen Raum für Begegnung, fachlichen Austausch und gemeinsames Lernen. Besonders wertvoll erscheint mir, dass neben Wissenschaft und Praxis auch Menschen mit eigener Lebenserfahrung zu Wort kommen. Denn wer die Situation betroffener Kinder verstehen möchte, muss bereit sein zuzuhören, nicht nur den Fachleuten, sondern auch denjenigen, die diese Erfahrungen selbst gemacht haben. Das Programm verspricht eine beeindruckende Vielfalt an Perspektiven: von rechtlichen Rahmenbedingungen über psychologische Auswirkungen bis hin zu konkreten Unterstützungsangeboten und Praxisprojekten. Besonders gespannt bin ich auf die Berichte von Menschen mit Lebenserfahrung sowie auf die Workshops, in denen gute Praxis sichtbar und diskutierbar wird. Für mich ist die Tagung zugleich eine Erinnerung daran, dass Restorative Justice immer auch den Blick auf diejenigen richtet, die von den Folgen einer Straftat oder einer Inhaftierung mit betroffen sind. Kinder brauchen Schutz, Unterstützung und die Gewissheit, gesehen zu werden. Ihre Bedürfnisse dürfen nicht am Gefängnistor enden.


Ich freue mich sehr auf die Begegnungen im virtuellen Raum, die Gespräche und die Möglichkeit, gemeinsam mit vielen engagierten Menschen darüber nachzudenken, wie Kinder inhaftierter Eltern künftig noch besser begleitet und unterstützt werden können. Denn jedes Kind verdient es, wahrgenommen zu werden, unabhängig davon, welche Geschichte seine Familie mit sich trägt.


Wann: Fr, 20.11.2026, 9:00 – 16:00 Uhr, online

Vorprogramm: Do, 19.11.2026, 19:00 Uhr Film Mitgefangen und Diskussion, online oder Breitenseer Lichtspiele, Wien

 

 














 
 
 

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