top of page

projektleitung • fortbildung • beratung

Bildschirmfoto 2021-06-24 um 13.21.03.png

Livestream vom 12.04.24 "RAUS AUS DEM GEFÄNGNIS- was Strafe bewirkt" eine spannende und bereichernde Veranstaltung in der Akademie der bildenden Künste/Wien


Am ersten Abend gab es drei Buchvorstellungen für Angehörige und für Kinder von Inhaftierten in Wien. Anschließend haben wir den Film "All eure Gesichter" OmU geschaut- spannend, denn in der deutschen Synchronisation sind einige Dialoge doch anders übersetzt...es gab noch kurz Zeit, um den Film zu besprechen. Inhaltlich wurden auch am nächsten Tag immer wieder Bezug auf den Film genommen bei dem spannenden Workshop zum Thema Strafvollzug und Restorative Justice. Am Abend gab es dann eine Podiumsdiskussion in der Akademie der bildenden Künste zum Thema „Raus aus dem Gefängnis“, an der ich auch eingeladen war, um von meiner Praxiserfahrung aus der Durchführung von restorativen Gruppendialogen im Gefängnis zu berichten. Diese fachliche Auseinandersetzung hat gehalten was sie versprochen hat: tiefgründige Fragen über Freiheit, Gerechtigkeit und Wiedereingliederung aufzuwerfen und zu bewegen. Für mich war es sehr bereichernd diese Diskussion mit anderen Interessierten zu führen.


Die Veranstaltung war inhaltlich wie folgt ausgeschrieben: das Gefängnis war eine Weiterentwicklung von körperlichen Strafen, die sogar bis zur Todesstrafe gingen. Heute wird als Ziel des Freiheitsentzugs der resozialisierte Mensch formuliert. Die Rückfallquote von Haftentlassenen und ihre Schwierigkeiten, nach der Haft in der Gesellschaft Fuß zu fassen deuten ebenso wie Berichte aus den Haftanstalten über fehlendes Fachpersonal und nicht adäquate Unterbringung darauf hin, dass dieses Ziel durch das Gefängnis nicht erreicht wird. Sind Gefängnisse das richtige Mittel, um langfristige Versöhnung zwischen Täter:innen und Opfern auf individueller Ebene zu erreichen, in der nicht die „Bestrafung“ das Leitmotiv ist? Welche Alternativen gibt es zu Strafe und Gefängnis, um als Gesellschaft auf geschehenes Unrecht zu reagieren? Wo stehen die Bedürfnisse der Opfer an erster Stelle oder auch die Prävention? Wie können alternative Wege wie zum Beispiel im Rahmen von Restorative Justice dazu beitragen, die Gefängnisse zu leeren? Und schließlich: Was machen wir mit Menschen, die sich in der Gesellschaft dauerhaft nicht orientieren können?


Die Podiumsdiskussion war mit:


Markus Fellinger, Theologe, Sprecher der evangelischen Gefängnisseelsorge


Thomas Galli, Rechtsanwalt, ehem. Gefängnisdirektor


Daniela Hirt, Sozialpädagogin, Restorative Justice Praktikerin


Nicole Lieger, Politikwissenschaftlerin, Vertreterin Restorative Justice


Moderation: Nina Horaczek, Journalistin und Publizistin


Aufgenommen: am 12.04.2024, Akademie der Bildenden Künste

Eine Veranstaltung in der Reihe Plattform Strafrechtsethik sowie in Kooperation mit Blickpunkte, Union für die Rechte von Gefangenen sowie ÖH AK Bild.



Eine wirklich gelungene Veranstaltung in einem ehrenwürdigen Gebäude. Mein herzlicher Dank geht an Markus Drechsler Blickpunkte – Unabhängiges Magazin zum Straf- und Maßnahmenvollzug, der mich eingeladen hat und an Angelika Neuner vom ASH-Forum http://www.ash-forum.at, die mich und uns super begleitet hat über die ganze Veranstaltung!














Comments


bottom of page